"Diabetes = zuckerkrank"

Diabetes mellitus - Volkserkrankung Zuckerkrankheit

Diabetes Mellitus ist der Oberbegriff für chronische Erkrankungen, die auf einer Störung des Blutzuckerspiegels basieren. Im 17. Jahrhundert konnte Diabetes nur durch eine Geschmacksprobe des Urins festgestellt werden, denn bei Zuckerkranken schmeckt der Harn stark süßlich. So erhielt die "Zuckerkrankheit" den Namen: Diabetes Mellitus (?honigsüßer Durchfluss?).
Mindestens fünf Prozent der Einwohner in Deutschland "haben Zucker", wissen, dass sie Diabetiker sind. Die Dunkelziffer aber liegt hoch, denn Diabetes ist keine offensichtliche, akute Erkrankung, sondern verläuft in der Anfangsphase beschwerdefrei und kann nur durch gezielte Untersuchungen genau diagnostiziert werden.

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Diabetes erkennen
Diabetes Mellitus tritt in unterschiedlichen Formen auf. Der selten vorkommende Diabetes Mellitus Typ I bezeichnet einen Mangel an Insulin, hervorgerufen durch eine schleichende Zerstörung der Insulin bildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Meist ausgelöst durch eine Erkrankung des Immunsystems. Typ I tritt vorwiegend in jungen Jahren, zwischen dem 15. und 24. Lebensjahr, erstmalig auf und bleibt ein Leben lang bestehen.
Eine Sonderform des Typ I heißt LADA und tritt erst zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr in Erscheinung. Stärker verbreitet ist der Diabetes Mellitus Typ II. Er tritt erst in älteren Jahren auf, in der Regel zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Darum wird diese Form der Diabetes auch "Alterszucker" genannt. Hier besteht kein Mangel an Insulin, sondern es liegt entweder eine überhöhte Insulin-Produktion oder eine unzureichende Aufnahme des Insulins durch die Körperzellen vor. Das Risiko an Typ II Diabetes zu erkranken besteht vor allem bei übergewichtigen Personen, kann aber auch durch chronische Erkrankungen, wie Bluthochdruck oder Gicht, begünstigt werden. Zuckerkrankheit kann auch durch eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse ausgelöst werden. Ebenso besteht ein erhöhtes Risiko, an Diabetes Mellitus zu erkranken nach einer Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) - eine Zuckerstoffwechselstörung, die während der Schwangerschaft vorübergehend auftreten kann.



Anzeichen erkennen - mit Diabetes leben

Erste Anzeichen für eine Diabetes-Erkrankung können stark vermehrtes Ausscheiden von Urin, sowie Juckreiz und häufige Entzündungen der Haut, Sehstörungen, Appetitlosigkeit, Tages-Müdigkeit und verminderte Leistungsfähigkeit sein. Als typisches Symptom gilt häufig auftretendes Durstgefühl, vor allem starker `Nacht-Durst´, der ein Anzeichen für Überzuckerung sein kann. Symptome der Unterzuckerung können sich in Heißhunger, starkem Schwitzen und Kopfschmerzen äußern. Unterzucker kann lebensgefährlich sein, denn das Risiko ist groß, dass der Patient ins Koma fällt, wenn nicht rechtzeitig entgegengewirkt wird.

Mit Diabetes leben

Wer an Diabetes Mellitus erkrankt ist, muss seinen Blutzuckerspiegel täglich kontrollieren, ebenso auch regelmäßige Kontrollen des Blutdrucks und der Blutfettwerte vom Arzt durchführen lassen. Nur so lässt sich das Risiko von Nachfolgerkrankungen vermindern. - Denn jegliche Form der Diabetes birgt das Risiko, Veränderungen der Gefäße hervorzurufen, die sich im schlimmsten Fall zu Gefäßverschlüssen entwickeln. Mögliche Folgen davon können Durchblutungsstörungen der Beine, Arteriosklerose, Herzinfarkt oder Schlaganfall sein. Um die Gefahr von Gefäßschädigungen nicht zusätzlich zu erhöhen, wird Diabetikern empfohlen, auf das Rauchen zu verzichten.
Der Typ I Diabetiker muss aufgrund seines Insulin-Mangels mit Injektionen behandelt werden, durch die ihm das fehlende Insulin zugeführt wird. Beim Diabetes Mellitus Typ II kann der Zuckerspiegel durch diätetische Ernährung und regelmäßige, körperliche Aktivität soweit reguliert werden, dass Tabletten nur niedrig dosiert oder vielleicht sogar überhaupt nicht eingesetzt werden müssen.

In speziellen Schulungen erlernt der Diabetiker mit seiner Erkrankung im Alltag richtig umzugehen, die Warnzeichen für Über- und Unterzuckerung zu erkennen, Medikamente und Injektionen richtig einzusetzen und vieles mehr. Unterstützend helfen dabei auch ausreichend sportliche Aktivität in Verbindung mit einer gut abgestimmten Ernährungsweise. Wer all dies beherzigt, sorgsam mit sich umgeht, kann auch als Zuckerkranker ein weitgehend beschwerdefreies, erfülltes Leben führen.