"Diabetes = zuckerkrank"

Sport und Bewegung zur Diabetesbekämpung

Sport ist eine der Säulen der Therapie bei Diabetes Mellitus, da sportliche Betätigung den Bluzuckerspiegel direkt senkt. Andererseits führt regelmäßiges Training zum Aufbau von Muskelmasse, die auch im Ruhezustand Blutzucker abbaut. Dadurch kann Sport auch zur Vorbeugung von Diabetes dienen. Bevor ein Diabetiker beginnt regelmäßig Sport zu treiben wird ein Facharzt die sportmedizinische Tauglichkeit testen. Dazu gehören die allgemeine Sporttauglichkeit, ein entsprechendes Blutbild, ein EKG sowie ein Belastungs-EKG, neurologische sowie augenärztliche Untersuchungen. Nach der Voruntersuchung wird diese Kontrolle jährlich wiederholt. Die konditionelle Tauglichkeit stellt ein Sporttherapeut fest. Eventuell muss der Diabetes-Patient zunächst eine Grundkondition antrainieren, bevor er sich für eine Sportart entscheidet.



Geeignete Sportarten für Zuckerkranke

In Abhängigkeit von Alter, körperlicher Belastbarkeit, Komplikationen sowie Spätfolgen durch Diabetes wird der Sporttherapeut geeignete Sportarten vorschlagen. Im Vordergrund stehen dabei Spaß, Freude und soziale Kontakte. Grundsätzlich muss jeder Zuckerkranke vor Beginn sowie nach der Sportaktivität den Blutzuckerspiegel messen. Bei längerer Aktivität wie Wandern, Ski-Langlauf oder Radtouren muss auch zwischenzeitlich gemessen werden. Traubenzucker zur Verhinderung der Unterzuckerung muss in der Tasche stets griffbereit sein. Auch sollte immer eine Begleitperson für den Ernstfall mit dabei sein. Je nach Dauer und Intensität sollten am Trainingstag zwei bis vier Broteinheiten zusätzlich genommen werden. Die Insulindosis beziehungsweise Basalrate kann um vier bis sechs Insulineinheiten reduziert werden. Subkutane Injektionen sollten nicht in den beanspruchten Muskel gegeben werden, da sonst das Insulin zu schnell abgebaut wird.

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Ausdauersportarten sind für Diabetiker sehr gut geeignet. Waldlauf, Wandern, Radfahren und Ski-Langlauf, Schwimmen, Wasserball, Rudern, Kanufahren, Konditionssport wie Aerobic und Jazzgymnastik aber auch Turnen und Trampolinspringen haben einen hohen Trainingseffekt.

Folgende Sportarten sollten nur betrieben werden, wenn die Technik bereits beherrscht wird: Rugby, Wasserski, Ski-Springen, Eishockey, Eiskunstlauf und -schnellauf.

Einen geringen Trainigseffekt haben alle Ballspiele, Leichtathletik, Reiten, Ski-alpin und sollten nur in Verbindung mit Konditionstraining ausgeführt werden.

Kampfsportarten wie Karate und Aikido sind nur bedingt geeignet, da hierbei auch die Kampfpartner gefährdet werden können.

Gänzlich ungeeignet für Diabetiker sind Extremsportarten: Klettern, Fallschirmspringen, Drachenfliegen, Segelfliegen, Motorsport, Rodeln, Bobfahren, Wildwasserkajak, Tauchen, Boxen und Gewichtheben.