"Diabetes = zuckerkrank"

Diabetes 2 - Das versteht man unter Typ 2 - II

Im Gegensatz zur Diabetes vom Typ 1 ist Typ-2-Diabetes heimtückischer. Und zwar, weil der Patient keine Symptome wahrnimmt, obwohl er längst erkrankt ist. Ca. 95% aller Dabetiker in Deutschland leiden am Typ 2. Da viele Patienten erst deutlich nach dem 30. Lebensjahr erkranken, nannte man Diabetes II früher auch ?Altersdiabetes?. Die gute Nachricht: Diabetes II ist durch eine angemessene Lebensführung gut in den Griff zu bekommen. Eine Insulingabe wie beim Typ 1 ist nur in extremen Fällen erforderlich, z.B. wenn die Erkrankung nicht erkannt wurde und der Patient in ein hyperosmolares Koma fällt, das durch Überzuckerung und Dehydrierung entsteht. So weit muss es aber nicht kommen.

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Erste Anzeichen
Der normale Blutzuckerwert liegt zwischen 3,5 mmol/l beim Fasten und 7,8 mmol/l nach einer Mahlzeit. Ab einem Wert von 10,0 mmol/l kann man von diabetischem Zuckerwert sprechen. Beim gesunden Menschen produziert die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in den sogenannten Langerhans-Inseln Glucagon und Insulin, um den Zuckerspiegel wieder zu senken. Dies ist auch beim Typ-2-Diabetiker so. Doch da bei diesem eine Insulin-Resistenz vorliegt, kann das produzierte Insulin nicht an den Zellmembranwänden wirken. Ergebnis: Der Zuckerspiegel bleibt zu hoch. Im ersten Stadium der Diabetes II wird dies durch eine erhöhte Insulinproduktion ausgeglichen. Der Blutzuckerspiegel wird dadurch nie so hoch, dass der Patient viel Zucker mit dem Urin ausscheidet. Doch das Pankreas kann eines Tages diese ständig steigende Überproduktion nicht mehr leisten.

Eine Sonderform des Typ II ist die "Mody - Diabetes". Dabei handelt es sich um eine milde Form der Zuckerkrankheit, die meist mit Fettsucht einhergeht. Der Patient muss zwar lebenslang kontrolliert, aber nicht medikamentös behandelt werden. Die Blutzuckerwerte können durch gezielte Diät und regelmäßige körperliche Aktivität reguliert werden.

Das Gefährliche beim Typ 2: Der Vorgang ist schleichend und erstreckt sich über Jahrzehnte. Es gibt keine plötzlich auftretenden Symptome, sondern eine Reihe von Beschwerden, die viele Ursachen haben könnten. Diese sind keineswegs so eindeutig wie beim Typ 1 (Gewichtsverlust, ständiger Durst, Harndrang, starke Hauttrockenheit, unspezifischer Juckreiz), sondern subtil. So kann sich eine vermehrte Müdigkeit mit depressiven Verstimmungen einstellen, begleitet von ständigem Hungergefühl, Gewichtszunahme und einer unspezifischen Schwäche. Eine Vollbildsymptomatik gibt es beim Typ-2-Diabetiker nicht. Genau das macht die Früherkennung so schwer. Erst wenn das Pakreas nicht mehr in der Lage ist, den immer höheren Insulinbedarf zu decken, treten die klassischen Spätkomplikationen auf: koronare Herzerkrankungen, Verminderung der Sehfähigkeit, Nervenschädigungen mit Gefühllosigkeit in Füßen und Beinen, Kribbeln in den Beinen und Schmerzen beim Gehen. Handelsübliche ?Selbstdiagnose-Sets? sind übrigens nicht geeignet, um eine Diabetes II Diagnose zu stellen, dies ist nur durch eine mehrstufige Untersuchung beim Hausarzt möglich!



Behandlung und besseres Leben mit Diabetes II

Geheilt werden kann Diabetes II nicht. Doch hat der Bluttest die Diagnose Diabetes Typ 2 ergeben, ist das noch kein Grund zum Verzweifeln. Der erste Schritt ist in fast allen Fällen: Gewicht reduzieren und den Stoffwechsel durch eine hypokalorische Ernährung normalisieren. Außerdem ist viel Bewegung unverzichtbar. Das stärkt nicht nur Herz und Kreislauf, sondern macht die Körperzellen auch aufnahmebereiter für Insulin. Stark übergewichtige Patienten können mit Hilfe des Medikamentes Metformin und verschiedener Insulin-Sensitizer die Insulinaufnahme erhöhen. Allerdings müssen hier die Nebenwirkungen wie z.B. das Risiko von Knochenbrüchen oder Herzerkrankungen gegen den Nutzen abgewogen werden.

Generell gilt: Wird Diabetes vom Typ 2 früh erkannt, so lässt sich der Blutzuckerspiegel durch diätische Lebensführung, viel Bewegung und Gewichtsreduzierung gut stabilisieren. Vorbeugen kann man Diabetes II übrigens mit den selben Mitteln!